02.01.12
Vermutlich waren die Senftenberger Kreisstadtjournalisten Andrea Budich, Manfred Feller, Heidrun Seidel und Kathleen Weser von der Jahreswendefeier noch nicht ganz ausgenüchtert, als sie den Senftenbergern alles „Gute“ für 2012 wünschten. So verkündete das frühere SED-Bezirksorgan heute unter ihrem Wortlaut:
„[…] Das alles ist fürs neue Jahr schon angekündigt: Eingebettet in die großen Neuigkeiten wie Erhöhung des Rentenalters, Mindestlohn für Zeitarbeiter, mehr Eigenanteil beim Zahnersatz, höhere Kosten für Energie. [...]“
Großen Neuigkeiten? Wahrscheinlicher ist, dass die systemgetreuen Autoren mit ihren billig aufgemachten Durchhalteparolen den schlafenden Bürger weiterschlafen lassen wollen. Weiter feiert man vorgesehene „Grundsteinlegungen für Seniorenhäuser“ in auch ausblutenden Städten wie Schwarzheide und Ruhland. Am Ende der kleinen Neujahrsbotschaft - wofür vier Journalisten nötig waren – schwafelt man noch beflissentlich von:
„Persönliche Wünsche und Lebenssituationen sind verwoben mit gesellschaftlichen Entwicklungen – das bunte Leben, über das Sie auch 2012 in der RUNDSCHAU zuverlässig lesen können. Dafür stehen die Senftenberger RUNDSCHAU-Reporter.“Jene „gesellschaftlichen Entwicklungen“ gelangen gerade an ihren Tiefpunkt für den notwendigen Niedergang des von den Autoren verteidigten Systems. Wir fragen uns momentan, wie „das bunte Leben“ der nahezu 10.000 Arbeitslosen, der vielen armen Familien, Jugendlichen und Rentner in Senftenberg wohl aussehen mag? Darüber berichtet die Lausitzer Rundschau in ihrer gleichgeschalteten Einfalt nämlich nicht. Denn auch ihre Reporter sind nur willige Helfer eines verrotteten Systems, dessen Zeit vorbei ist.
In diesem Sinne freuen wir uns bereits auf die zuverlässigen Neujahrsansprachen von Heinze & Co.!

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